km 29871: Wartungsbericht

Lange nichts mehr geschrieben. Quest fährt noch. Hat mittlerweile auch einen Namen „Herbie“. Ist allerdings eher der Name für das mittlerweile angewachsene Moos im Innenraum :-)

Seit langen gestern bzw vorgestern eine Wartung gemacht. Die rechte Bremse hatte nicht mehr ganz aufgemacht. Etwas Reinigung und Ölung der selben hat das Problem behoben.

Wartung: ca 3 Stunden – Rechte Bremse gereinigt und geölt, Bremszüge geölt, linke Bremse überprüft, von außen gereinigt, links eine gebrochene Speiche entdeckt, Kette geölt, Risse-Dämpfer wieder mit Luftdruck versehen, vordere Felgen und Aufhängung mit Korrosionsschutz behandelt, Versatilledach-Sturmsicherung-Karabiner angepasst, Bremsen eingestellt.

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km 16680: Bodensee-Herbst-Velomobiltreffen 2014

Persönlicher Bodensee-Treffen-Bericht
Um ca 16.45 trudelte am Donnerstag, 2.10. vdE bei mir ein – 15 Minuten früher als geplant: „Der Dachauer Verkehr hat doch nicht so gebremst wie ich dachte“ – jaja, durchgebolzt ist er ;);-)
Also noch den Rest gepackt dann war alles Beisammen:
gepaeck
Und los. vdE voraus, da er Navi und ich nix Navi. So ging es dahin über Felder und durch Wälder…


Am Treffpunkt kamen noch hanniball und Triatobil, zum letzteren fuhren wir dann im Konvoi durch die grünsten Wege von Augsburg:

Am Abend gabs dann richtig gut Nudelessen zur Vorstärkung.

Am nächsten Morgen, also Freitag 3.10. fuhren wir zu viert los zum Treffpunkt in Langerringen.

Dort trafen wir nun auf ThomasT, thomas c und Nobbi – somit war die Truppe mit 7 VMs komplett. Zunächst wurde gemütlich gefrühstückt, zwar mit erheblichen „Kaffee-Spill“, aber es kam genug bei bzw in den Fahrern an.
ThomasT fuhr ab Memmingen eine andere Strecke – einmal trafen wir ihn nochmal, er war schneller um/durch Memmingen :D
Mittagspause machten wir nun zu sechst in Leutkirch in einem Stammlokal von Triatobil.

Gute Pizzen und Nudelgerichte gaben Power für die nun folgenden wunderschönen Hinterlandstraßen, Triatobil leitete uns durch die malerische Gegend mit seinem Brain-Navi.

Dann irgendwann wurde der Geschwindigkeitsunterschied zwischen Evos, Milane und Alleweder zu stark und so fuhren Nobbi und ich anhand dessen Navi eigenständig weiter – wir fanden sogar die Leiblachtal-Strecke hinab nach Lindau.
In Bregenz kamen wir somit kurz nach 17 Uhr an – wie geplant. :)

Am Samstag wollte ich eigentlich die Multikulti-Kultur-Tour fahren (Museum, Kirche, Friedhof). K0nsch wollte die 70km-Tour mit einem Up mitfahren, da bot Jessi ihm den orangenen Carbon-SL an. Jedoch waren dort die „falschen“ Pedale verbaut und die 70km-Tour wollte los. Da K0nsch ungefähr meine Abmessungen hat, bot ich ihm mein Quest zur „Probefahrt“ an, er nahm dankend an und kam bis auf ein paar Kleinigkeiten auch auf Anhieb gut zurecht. „Tja“, nun stand ich da ohne Velomobil. Ich fragte ob ich den Milan testen dürfte. :whistle: Nun wurden die „richtigen“ Pedale eingebaut, ein Lichtakku geladen und angeschlossen und los gings auf eigene Faust, nun ganz ohne Tour. Ich fühlte mich auf Anhieb wohl und sicher im SL, trotz Panzerlenkung-un-erfahrung. Und trotz 80iger Kettenblatt und erst ab 2ten Gang fahrbare Schaltung ging die Kiste einfach nur ab.
Unbedingt wollte ich nochmal den Rhein entlang wie letztes Jahr. Also fuhr ich erstmal ins Stadtzentrum zur Touristen-Info in Dornbirn, dort gab es einen Stadtplan. Dann fuhr ich nach Gefühl und geschätzter Sonnenstellung Richtung Rhein und kurze Zeit später war ich in der Schweiz auf dem Rheinradweg.
So flog ich dahin… dann noch etwas über die Dörfer in die Schweiz. Dann mal wieder umdrehen, grob Richtung Norden. Es ist wirklich ein unbeschreibliches Gefühl in einem der schnellsten Velomobile, ohne Navi, ohne Karte und ohne Zeitdruck in einer fremden, aber schönen Gegend unterwegs zu sein. Dabei dann auch endlich mal einen Rennradler gefunden – ihn ordentlich stehen gelassen. Auch das vorwegfahrende Motorrad habe ich an der nächsten Kurve fast wieder eingeholt ;) Leider hatte sich die Kamera immer selbst abgeschaltet, sobald ich etwas auf Geschwindigkeit kam :( Mangels Navi, Smartphone und Tacho habe ich keine Ahnung, wie schnell ich war :D

Mit etwas Befragung von Einheimischen und Erinnerungen vom letzten Treffen fand ich dann auch ohne Probleme das Glashaus nach einer kurzen Erfrischung im Bodensee am einsamen FKK-Strand:cautious:.
Am Glashaus waren wirklich viele Velomobile, tolle Gespräche, interessante Einblicke in Rekordversuche und Mensch-Kraft-Flugzeug-Entwicklung – ein rundum gelungenes Treffen!(y)

Sonntag war Treffen in Kressbronn, wo ich mich ganz bequem mit Auto hin- und zurückfahren lies. Danke an Sunny Werner für eine kurze Runde im DF.
Sonntag Nacht fuhr ich noch im Quest von Dornbirn einen kurzen Ausflug an die Bodensee-Pipeline.

Am Montag hatte ich nun mit Patrick einen Termin bei velomobilize.at – das Quest bedurfte etwas Überholung nach über 16000km mit spärlicher Wartung. Gemütlich arbeiteten wir (bzw Patrick) das Programm ab, Bremsenwechsel, erstmaliger Reifenwechsel (nach rundum Greenguard nun Durano Plus vorne, Conti Winter hinten), Lenkung einstellen, am Abend wurden noch ein paar „Kratzer“ nachlaminiert. Ganz großes Dankeschön an Patrick für die professionelle Arbeit und vielen Tipps, hat wirklich Spaß gemacht.
Am Montag Abend dann noch schön und sehr gut Essen gegangen, anschließend noch eine schöne Vollmondscheintour um Dornbirn mit risel, schön wars!(y)

Am Morgen dann den mittlerweile geliebten Carbon-SL wieder gegen das Quest eingetauscht, Sachen gepackt und los… öööh, ist das Quest hinten aber weich! Platten. Naja, evtl Ventil nicht richtig zugeschraubt? Also erstmal mit nachpumpen probieren. Hält.
Da ich weder in Lindau noch in Wangen eine „passende“ Bäckerei gefunden habe, kurz nach Wangen am Radweg-Mega-Anstieg (wer die Strecke kennt, kennt die Stelle) hinten nachpumpen wollen, beim Pumpen geht aber bereits Luft verloren. Oha. Ventilabriss. Puh, immerhin noch einen 26″-Schlauch dabei. Nun darf nichts schief gehen. Anstieg geschafft – der geht wirklich im Quest nur mit 30-34, schieben macht eigentlich mehr Sinn, vor allem bei ca 8kg Gepäck.
In Leutkirch finde ich nun endlich eine passende Bäckerei zum Frühstücken – um ca 13 Uhr. Und auch ein Fahrradgeschäft für einen passenden Ersatzschlauch finde ich.
Dennoch komme ich nicht wirklich vorwärts. Bergauf immer im leichtesten Gang, entsprechend mit ca 10kmh, Ebene/bergab selten über 40.:sleep: Egal, ich hab Zeit. Außerdem fahre ich komplett ohne Karte, einfach nach Gefühl bzw Sonnenstand, schlage damit auch einige Haken. Um ca 17 Uhr gibts Abendessen in Mindelheim. Als es schließlich finster wird kaufe ich mir in Türkheim an der Tankstelle eine Karte. Jemand bietet mir eindringlich und sehr freundlich an, dass ich bei ihm übernachten könne, als er hört wie weit ich gefahren bin und wie weit ich noch möchte.:cool: Um ca 22 Uhr finde ich im tiefsten Hinterland noch einen offenen Biergarten in Hausen, noch einen letzten Kaffee. Ziel „Vor 0 Uhr daheim sein“. Sind noch ca 30km. Die gehen nun aber hauptsächlich bergab und so bin ich kurz vor 23 Uhr daheim.:)
Fazit: Supercool. Das Quest hat 580km „gewonnen“ von Abfahrt bis Ankunft, mit einem Schnitt in Fahrt von 23,5kmh. Und ja, ich habe einen neuen Favoriten: Milan SL. Hm, nun muss ich noch mehr Überstunden machen

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km 4058: Bericht der Reise 2013

Tag 1 / 25.07.2013 / ca 45 km / Freunde besuchen in Bronnen

Heute ging es sehr gemäßigt los, ich besuche Freunde in Bronnen (Waal). Dort übernachte ich in einer Kota auf Fellen – der Urlaub kann beginnen :-)

GPS-Auswertung

 

Tag 2 / 26.07.2013 / ca 185 km / Anfahrt zum Bodenseetreffen

Mit Henning war ich um 10:30 in einem Wald auf einem Hügel bei Erkheim verabredet. Auf dem Weg begegnete ich dieser wirklich beachtlichen „Distelkönigin“

Distelkoenigin

Ich hätte einerseits die Bundesstraße den Hügel hochfahren können, habe mich aber für eine „Abkürzung“ über Nebenstraßen entschieden. Leider war der Waldweg nicht ganz so befestigt, wie erhofft:

Waldweg

Aber es kam noch schlimmer – zur Bundesstraße und unserem Treffpunkt musste ich noch über ein kleines Bächlein…

Bach

…und die Böschung hinauf:

Boeschung

Aber dann auch gleich Henning gut versteckt gefunden, noch etwas zusammen gefrühstückt und los gings Richtung Bodensee. Anfangs gab es Probleme mit Hennings Käppi: Dieses Miststück flog mehrmals vom Kopf – einmal hielt sogar ein netter Autofahrer und brachte es mit:

KaeppiKaeppiDetail

Unterwegs trafen wir noch den leider liegengebliebenen (äh… also mit Panne) Thomas C mit einem geliehenem knall-neon-roten Evo-K – ein Speichenschutznippel hatte gefehlt und so gab es immer wieder Plattfuß. Seine Frau war bereits auf dem Weg, so fuhren Henning und ich weiter und kamen gegen 16:30 Uhr am Campingplatz in Laimnau an.
Ich war mit „etwas“ mehr Gepäck als Henning unterwegs, deswegen (und nuur deswegen!!! ja, genau!) war ich nicht sehr flott die Hügel hoch unterwegs.

Dann gings noch nach Bregenz ins Hafenlokal, wo bereits eine große Meute an Velomobilen/Trikes/Liegerädern  und dessen Fahrern eingetroffen waren. Von dort dann wieder zurück zum Campingplatz.

GPS-Auswertung

 

Tag 3 / 27.07.2013 / ca 250 km / Ausfahrt Bodenseetreffen zum Walensee

In der Früh – aber doch zu spät fuhr die Truppe vom Campingplatz zum Treffpunkt am Rathaus von Dornbirn. Immer wieder schön, früh am Morgen entlang der Promenade vom Bodensee zu „rauschen“:

Bodensee

Von dort fuhr dann die wirklich beachtlich große Gruppe an Velomobilen, Trikes und Liegerädern nach Bangs zum Mittagessen. Nach langem Überlegen – und naivem Übermut (wollte ja am nächsten Tag 200km über den Schwarzwald fahren) – habe ich mich dort entschieden bei der „schnellen Gruppe“ mit zum 45 km entfernten Walensee in der Schweiz zu fahren. Die Entscheidung habe ich nicht bereut. Ich konnte gut im Mittelfeld mithalten und habe mir so „Mut angefahren“, dass ich auch die harte Schwarzwald-Etappe am nächsten Tag schaffen würde. Hier ein üblicher kleiner Stop zum Warten auf die Nachzügler bzw auf unseren geübten und super Tourenguide „Sunny Werner“:

Warten

Auch konnten wir beeindruckende Gewitterwolken in der Ferne beobachten

Gewitter

Am Abend nach einem gemeinsamen Besuch im Restaurant bzw Biergarten in Dornbirn ging es wieder zum Campingplatz, wo ich um ca 1 Uhr morgens dann eingeschlafen bin.

(Kein GPS aktiv gehabt)

 

Tag 4 / 28.07.2013 / ca 190 km / Über den Schwarzwald zu Roman

Um 3:30 – also nach ca 2,5 Stunden Schlaf – bin ich aufgewacht, wach genug. Alles zusammen gepackt und so startete die Schwarzwaldetappe um 4:15, ca 200 km mit einigen Höhenmetern vor mir. Die Abfahrt zum Bodenseeufer lief gut, dennoch auch etwas verfahren. In Ludwigshafen (am Bodensee) den ersten Zwischenstop fürs Frühstück. Ab hier beginnen nun die Hügel und Berge. Steile und/oder lange Anstiege wurden mit gigantischen Aussichten belohnt:

Aussicht

Bei einer Pause in Hammereisenbach hielt ein ortskundiger Rennradfahrer und empfahl mir eindringlichst durch das Urachtal zu fahren zur „Kalten Herberge“ auf der Wasserscheide. Ich hatte die Route bereits daheim als Alternative in Betracht gezogen und entschloss mich kurzerhand diese Variante zu fahren.

Das Urachtal ist wirklich wunderschön.

Urachtal

Die Anstiege kilometerlang. Wenn es besonders steil und/oder „bitter“ wurde, machte ich mir Mut mit dem Vorstellung „Der härteste Teil kommt erst noch!“ – womit ich leider recht behalten sollte, später mehr dazu. Lustig war, dass bereits seit langer Strecke (ca 50km!) ein Traktor und ich uns ein Rennen lieferten – er war konstant mit ca 20km/h unterwegs und holte mich immer an Anstiegen ein, ich ihn wiederum in der Ebene und Abfahrten. Aber im Urachtal „gewann“ er schließlich und ward nicht mehr gesehen.

Video – bergauf im Schwarzwald

Schließlich, ziemlich erschöpft, kam ich mittags auf der Wasserscheide an und genoß eine schöne Pause in der „Kalten Herberge“ bei sehr gutem Essen.

Kalte_Herberge

Ich wusste, dass es ab jetzt erstmal nur bergab geht, so bereitete ich die Bremsschirme vor, die mir dann auf der folgenden kilometerlangen Abfahrt ins Wolfloch und Hexenloch tatsächlich gute Dienste leisteten.

Video – bergab im Schwarzwald mit Bremsschirmen

Am Hexenloch zum Bremsen abkühlen lassen:

Hexenloch

Und ständig hatte ich mich angespornt mit „Das schlimmste kommt noch“ – tja und dann kam es. Der Berg hinauf nach Freiamt war so steil (18%), dass ich schieben musste – über mehrere km. Immerhin kühlte ein durchziehender Regen gut ab.

Aber letztendlich kam ich gegen 17:30 in Freiamt beim Grossvater Roman an.

Roman

GPS-Auswertung

 

Tag 5 / 29.07.2013 / ca 275 km / Auf zur Eurotour Plan B

Am Morgen startete ich wieder bereits um 5:30. Ich hatte nun 2 Tage um nach Köln zu kommen, um die Eurotour zu erwischen. Ich wollte nach Möglichkeit allerdings bereits so weit wie möglich nach Koblenz kommen, um am nächsten Tag bereits die Gruppe „abzufangen“. Die Fahrt zum Rhein und auf der französischen Seite war wirklich wunderschön. Flach, wenig Verkehr, es rollte gut bei ca 35 bis 40 km/h.

Auch kam ich bei „Marle(e)n“ unter der Laterne vorbei.

Marlen

Einen ersten längeren Stop legte ich in Mothern ein.

Mothern

Ich hatte mich entschlossen nicht am Rhein entlang zu fahren sondern „direkt“ durchs Rhein-Wein-Gebiet… oh Mann, die haben da mehr Höhenmeter als die Schwarzwälder.

Einen weiteren Stop machte ich auf einer Anhöhe nach Offstein auf der Höhe von Worms in etwa:

Treffen sich zwei UFOs bei Mannheim. Sagt das eine zum anderen: „Du, ich bin gar kein UFO.“ Sagt das andere: „Macht nix, ich auch nicht.“

UFOs

 

Zudem habe ich mich verleiten lassen bergauf auf einer Bundesstraße auf einen Radweg auszuweichen, was ich mit einem Kilometerumweg bezahlen durfte. Immerhin kam ich an einem „Gedenkmast“ für irgendeine/irgendwelche „Rot Liegende“ vorbei

Rot_Liegende

Und nun habe ich begonnen zu kämpfen. Ich wollte unbedingt so weit wie möglich kommen. Der Schwarzwald steckte mir noch in den Knien, die Hügel vom Rheinland waren einfach nur gemein. Immerhin hatte ich es bis nach Bingen geschafft. Nun war ich am Rhein. Es war 21 Uhr, wollte ich noch etwas zu essen, musste ich bald eine Bleibe finden – „Beim nächsten Campingplatz halte ich an.“

275 km waren es nun. Und tatsächlich ein kleiner Campingplatz, direkt am Rhein. Mir wurde gesagt, wo ich das Zelt aufstellen könne und so rollte ich langsam in die Ecke. Aus dem Augenwinkel entdeckte ich vermeintlich zwei Velomobile, dick behangen mit Klamotten. Was?!? 2 Velomobile hier? Nein, das kann nicht sein. Einbildung. Zu viel Sonne. Zu viele Kilometer. Und vor allem zu viele Höhenmeter. Das sind 2 Baumstümpfe oder Motorräder oder sowas.

rheinvms

Also rollte ich weiter, aber es war kein Platz mehr direkt am Rhein. Ein wirklich winziger Campingplatz. Also zurück…  und tatsächlich: Es *SIND* 2 Velomobile!!! Unglaublich!!!! Nicht, dass es dort am Rhein alle 3 km einen Campingplatz gibt… und wir drei entscheiden uns für den selben :)

Velomobile

Stellt sich heraus, es sind Olaf und Malise, auf dem Weg von Utrecht nach Stuttgart in 2 selbstgebauten Pappmachee-Velomobilen! Infos zu den VMs

Ich bekam noch ein dickes Abendessen von den sehr netten Campingplatzbetreibern (Marienort) und Malise, Olaf und ich quatschten noch ein Bisschen, verabredeten uns für den nächsten Morgen. Mein Zelt konnte ich direkt am Rhein aufstellen.

GPS-Auswertung

 

Tag 6 / 30.07.2013 / ca 185 km / Schnelle Eurotour Plan B

 Rhein

Am nächsten Morgen habe ich noch ein paar Bilder von den Velomobilen und uns gemacht.

Pappmachee_VMPappmachee_VM2

Olaf_Malise

Und pünklichst um 8 Uhr verabschiedeten wir uns auf dem Radweg, die beiden Richtung Süden nach Schduddgard, ich Richtung Norden nach Koblenz. Dank hervoragendem Radweg und Bundesstraße durch die wunderschöne Loreley und Rheingegend kam ich in Koblenz bereits 2 – 3 Stunden später an.

Video – Entlang dem Rhein mit gut 40 km/h

In Koblenz traf ich nach etwas Hin-und-Hertelefonieren (Danke an Jörg & Jupp!) schließlich die „schnelle Gruppe“ (Wilfred, Hans und Jupp) , der ich mich anschloss zum Eisessen.

Schnelles_Eis

Mit Wilfred ging es am Nachmittag zum Campingplatz, wo nach und nach die Eurotour-Plan-B-Mitfahrer eintrafen.

Eurotour_PlanB

Dort habe ich auch viele nette Bekannte wieder getroffen und neue kennengelernt.

GPS-Auswertung

 

Tag 7 / 31.07.2013 / ca 60 km / Nach Bonn zu Andy und Terry

Mit der Eurotour bin ich noch bis zum Kölner Dom mitgefahren.

Koelner_Dom

Dort habe ich mich verabschiedet, erstmal Frühstücken ins „Wippn’BK“, und dann gemütlich nach Bonn zu Andy und Terry. Dort war Kindergeburtstag und wir hatten einen entspannten Nachmittag und Abend.

Auf dem Weg zurück nach Bonn – nun ohne den super (und lokalen) „Tourguide“ Jupp, blieb ich einmal buchstäblich hängen – musste umdrehen und über die Straße fahren.

Kein_Durchkommen

GPS-Auswertung

 

Tag 8 / 01.08.2013 / ca 120 km / Nach Mülheim an der Ruhr

Nach einem kurzen Abschiedsfoto brach ich um 7:30 auf Richtung Mülheim.

Andy_Terry

120 km dachte ich wären ja Peanuts im Vergleich zu den bisher gefahrenen Distanzen, aber ich war nun doch schon ziemlich ausgepowert und so war es doch nicht ganz unknackig. Und so habe ich auch noch 35 km vor dem Ziel noch eine längere Pause an einem schönen See eingelegt – das war gut so, denn anschließend gab es nochmal richtig Anstiege.

Unterbacher_See

Aber abends gegen 17:30 kam ich dann doch gut am Ziel an.

Hier sind nun bis zum 03.08.2013 erstmal Familientreffen und Feiern, also Relax- und Regenerierungszeit. Den Eltern habe ich bei der Gelegenheit gleich mal ca 3kg (überflüssiges) Gepäck mitgegeben ;-)

Mein Cousin in einem „Morphsuite“:

DSC_0118

GPS-Auswertung

 

Tag 11 / 04.08.2013 / ca 175 km / Zu den Externsteinen

Die fahrfreie Zeit habe ich nun gleich mal genutzt, die Reifen aufzupumpen. Ich bin in diesen Dingen etwas nachlässig. Tja, aber als ich festgestellt habe, dass ich die bisherige Tour mit Reifen „fast platt“ (links vorne: 1,5 Bar!) gefahren bin, war mir klar, warum das Quest nicht gut rollte… Ok, 7,5 auf die vorderen, 5,5 aufs Hinterrad. Und es rollt. Und die B1 zwischen Dortmund und Paderborn ist einfach der Velomobil-Hit. Breiter sauberer Seitenstreifen, damit die Autos gut Überholen können und es rollt. Hatte da meistens 45 bis 55 auf dem Tacho.

Der Wasservorrat ging zu Ende, also „Tankstop“ an einer Tankstelle. Beim Ausklicken – oh Schreck – der rechte Schuh klickt nicht aus. Eine Cleat-Schraube verloren, keinen Ersatz dabei. Aber die netten Leute von der Tankstelle/Werkstatt fanden tatsächlich eine passende Ersatzschraube, die wunderbar gehalten hat!

Zum Schluß hatte ich noch eine ordentliche Steigung vor mir… mit einer kurzen Pause auf einem Modellflugplatz als Zwischenstop – wow, die „Modellflieger“ sind fast schon Maßstab 1:1 mittlerweile! – war aber auch diese geschafft und ich kam bei den umwerfend beeindruckenden Externsteinen an:

Externsteine

Auf Bildern und so sehen sie schon ganz interessant aus, aber halt wie Felsen – für „Spürige“ ist es aber ein wahrlich magischer Ort, es lohnt sich eine Reise dorthin!

Dort lernte ich dann eine nette Dame kennen, gemeinsam übernachteten wir an der „Feenwiese“ in einer sternklaren, Sternschnuppen-schwangeren Nacht.

GPS-Auswertung

 

Tag 12 / 05.08.2013 / ca 80 km / Nach Lauenau

Sonja

Am nächsten Tag haben Sonja und ich noch etwas die Steine und Wälder erkundet. Aber mittags wollte ich nun weiter nach Lauenau, um wie vereinbart meine Tante Barbara zu besuchen.

Unterwegs kam ich durch Bad Münder, als plötzlich mitten im Verkehr jemand rief „Mathias!!! Warte mal!“… Da hatte mich Markus (madeba) erkannt, der mir erst kurze Zeit vorher netterweise seine Bremsschirme über das velomobilforum.de verkauft hatte. „Zufälle“!. Nach einem kurzen Plausch gings dann weiter über eine von Markus empfohlene Hinterlandalternative – Danke! Die war wirklich spaßig, ein klassischer „VM-Rollercoaster“.

Spät nachmittags kam ich in Lauenau an, wurde freudig von meiner Tante, Cousine und Cousin und in Empfang genommen. Nach leckerem Nudelessen und anschließendem Eisessen ging es dann spät ins Bett und in der Nacht wachte ich einmal kurz von den heftigen Gewittern auf.

GPS-Auswertung

 

Tag 13 / 06.08.2013 / ca 175 km / Nach Witzenhausen

Die Gewitter waren verflogen, wieder schönstes Wetter am Morgen. Und so ging es nach Witzenhausen. Dort besuchte ich das Cafe „Transition Town Witzenhausen“. Am Nachmittag baute ich mein Zelt auf dem schönen Werra-Campingplatz auf und fuhr ins wenige Kilometer, aber von einem beachtlichen Hügel entfernte Birkenfelde um meinen Großvater Gregor zu besuchen:

Gregor

Dort gab es zu Abendessen regionalen Hack, Wurst und Brot. Zum Einbruch der Dunkelheit machte ich mich wieder auf den Rückweg zum Campingplatz, dieses Mal aber über die Höhenmeter-ärmere Bundesstraße.

GPS-Auswertung

 

Tag 14 / 07.08.2013 / ca 80 km / Nach Thamsbrück

Heute war Besuch von einer weiteren Tante in Thamsbrück angesagt. Nach dem Frühstücksstop in Bad Heiligenstadt fand ich ein Fahrradgeschäft, bei dem ich meine Cleats erneuern konnte. Auf dem Weg dann später weiter zur Tante verfuhr ich mich in einem kleinen Ort und entdeckte diesen wunderschönen Innenhof in einer Seitenstraße:

Innenhof

Bei der Tante wurde gut Essen gegangen und anschließend haben wir uns noch den bald fertiggestellten Pferdestall angeschaut.

GPS-Auswertung

 

Tag 15 / 08.08.2013 / ca 275 km / Auf nach Süden!!!

Bis spät in die Nacht hatte ich die Route geplant, viele Umwege für Höhenmeterersparnis eingebaut, trotzdem sind es 2500 erklommene Meter geworden. Ich wollte so viele Kilometer wie möglich schaffen um am nächsten Tag so früh wie möglich am Campingplatz in Rießbürg anzukommen.

Unterwegs kam ich an Kieswerken (die sind nur in der Nähe, bei dem Foto handelt es sich um „Monte Kali„, danke Andreas!) vorbei, die außerirdisch aussehen:

Kieswerk

Auch wurde mir in Heringen in einem Cafe beim Frühstück von einem netten Rentner angeboten meine Route zu überarbeiten anhand DDR-Karten von 1980. Ich lehnte freundlich ab.

Sehr hübsch gemacht – dafür zahle ich gerne „Solli“:

Video – schmale Landstraße mit Fahrradstreifen

Abends folgte mir auf der Landstraße ein weißer BMW, naja, kommt ja immer mal wieder vor, Neugierige… Um ein schönes Sonnenuntergangsbild zu machen hielt ich an, der BMW auch hinter mir. Ein junger Mann und eine junge Dame stiegen aus. „Polizei! Bitte erklären sie uns Ihr Gefährt.“ „Das ist ein Fahrrad.“ „Aber… mit Motor? Sie sind die ganze Zeit laut Tacho 50 gefahren…“ „Wenn es bergab geht fahre ich auch 70, 80 oder 90 damit… bis 65 kann ich mittreten.“ „Und das hat wirklich keinen Motor?“ „Nein, Aerodynamik und Bumms in den Beinen.“ „Oh, dann hatte meine Kollegin tatsächlich recht, dass es ein Fahrrad ist!“.

Habe den beiden wirklich netten noch alles genau erklärt, sogar den „nicht-StVO-konformen“ Blinker vorgeführt – Reaktion: „Aber das ist doch super!“. Wünschten mir noch eine gute Fahrt und ich konnte nun die schönste Aufnahme der Reise machen:

Sonnenquest

Es wurde immer später und dunkler, die Anstiege in den Dörfern immer steiler, 275km auf dem Tageszähler, ich konnte nicht mehr. Also kurzerhand in die nächste Wiese abgebogen, Zelt aufgebaut und schlafen gelegt.

GPS-Auswertung

 

Tag 16 / 09.08.2013 / ca 130 km / Rothenburg ob der Tauber und Rießbürg

Am nächsten Morgen waren es noch 40km bis Rothenburg, ein wahrlich mittelalterliches Städtchen. Ein Spaß über das Kopfsteinpflaster zwischen den Touristen hindurch zu „bollern“ (so klingt das Quest bei Kopfsteinpflaster). In einem Touri-Cafe ordentlich (und teuer) gefrühstückt, ein bisschen Altstadt-Sightseeing gemacht…

Rothenburg

Am Nachmittag kam ich dann am Campingplatz an. Nach und nach trudelten die Ex-Alchera/Arindal (waren MMORPGs)-Kollegen ein. Die zwei Tage verbrachten wir mit Grillen, Frisbee, Kubb usw.

GPS-Auswertung

 

Tag 18 / 11.08.2013 / ca 125 km / Über Augsburg wieder nach Hause

Am Sonntag ging es nach dem Frühstück Richtung Augsburg, eine weitere Tante besuchen. Auf dem Weg dorthin hatte ich noch etwas Zeit, die ich nutzte am Lech zu schwimmen (Kamera war verschmutzt):

Lech

Nach einem schönen Abendessen ging es nun noch die letzten 40km direkt nach Hause – und ich bekam noch eine schöne Verabschiedung mit einem schönen Sonnenuntergang:

Ende

GPS-Auswertung

 

Fazit

  • Es wurden 2367km in 18 Tagen, durchschnittlich also ca 130km/Tag oder auch ca 5km/h.
  • Reifendruck kontrollieren lohnt sich.
  • Das Quest ist sehr robust, selbst „Downhill-ähnliche“ Schotterpisten-Abfahrten bei ca 40km/h hat es überlebt.
  • Marathon Greenguard rollen vielleicht nicht so toll, aber nun seit mehr als 4000km kein einziger Platten, trotz Schotterwege, Baustellen, Glasscherben, Bordsteinkanten…
  • Mit einem Velomobil kommt man durch jede gesperrte Ortsdurchfahrt durch.
  • Erstaunlich wie viel man essen kann – und trotzdem abnimmt, wenn man so eine Tour macht.
  • Körperliche Beschwerden waren etwas wunde Füße von zu locker geschnallten Klick-Sandalen und ab dem 4. August hatte ich oft die rechte Achillessehne schmerzlich gespürt. Aber nichts, was am Weiterfahren hindern würde. Außerdem schüttet der Körper beim Fahren so viele Glückshormone aus… da sind Wehwehchen plötzlich nicht mehr so wichtig.
  • Mittlerweile darf auch bei alltäglichen Fahrten beim Tacho vorne eine „4“ stehen – und die „5“ wird häufiger.
  • Danke für all die netten Begegnungen mit meinen Verwandten, Freunden, Bekannten und neuen Bekanntschaften!
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km 1390: Klarschiffmachen zur großen Reise!

Heute gehts los! Die Stationen der Reise sind:

  • Besuch bei Freunden in Bronnen/Waal
  • Bodensee-Sommer-Velomobiltreffen 2013
  • Besuch von einem Großvater in Freiamt
  • Treffen mit der Eurotour 2013 „Plan B“ in Köln
  • Besuch von einem Freund in Bonn
  • Diamanthochzeit von Großeltern in Essen
  • Externsteine
  • Besuch von Verwandten bei Hannover
  • Besuch von Großvater bei Witzenhausen/Heiligenstadt
  • Besuch von Verwandten in Bad Langensalza
  • „Orga-Camping“ bei Nördlingen
  • Besuch von Verwandten in Augsburg

Die Hupe geht nun auch wieder, sie war scheinbar nur verklemmt. Ausbauen, einmal „tsu Poden werfen“ und der „Tchurke“ kreischt wieder.

Jetzt fehlt noch Packen, einmal das Quest waschen, Reifendruck nachbessern und eigentlich muss die Schaltung noch eingestellt werden, werde ich ggf erst beim Bodenseetreffen oder nach Rückkehr machen.

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km 999: Bald 1000km in weniger als einem Monat

Mal eine erste Zusammenfassung für die ersten 1000km:

  • Platten: 0 (Marathon Greenguard auf allen 3 Rädern)
  • Unfälle: 0
  • Vollbremsungen: 1 (Vor der Isarbrücke beim Thalkirchner Zoo, Auto aus Seitenstraße hatte mich auf Radweg übersehen – konnte ich aber bereits erahnen…)
  • Auf 2 Rädern: 1 (Im Kreisverkehr mit >30kmh… aber ohne Probleme abgefangen)
  • „Reparaturen“: 3 (Dämpfermuttern fester, Bremslichtmikroschaltermetallbügel hingebogen, Leertrumkettenleitrohr nach vorne gezogen)
  • Kettenabwürfe: 2 (+2 weitere beim Ausprobieren, Schaltung muss noch justiert werden, Umwerfer geht zu weit nach innen, wird nächstes Wochenende behoben)
  • Kettenverklemmer: 1 (Schaltfehler meinerseits)
  • Übliche Reisegeschwindigkeit: 30 – 40kmh @110 – 120bpm
  • Maximalgeschwindigkeit in der Ebene: ca 55kmh
  • Spaß am Fahren: 100%
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km 646: Dämpferrappeln behoben / erste Modifikation

Das Dämpferrappeln war einfach zu beheben: die Muttern überm Radkasten, die den Dämpfer halten, mussten etwas strammer angezogen werden. Nun gleitet das Quest wieder dahin.

Lediglich an der Schaltung muss ich noch arbeiten. Derzeit kann ich nur 30Z mit Ritzel 1 bis 4, 42Z mit Ritzel 4 bis 9 und 53Z mit Ritzel 4 bis 9 fahren. Laut Ymte (der auf jede Frage sehr zügig antwortet!) könnte es an einer zu langen Kette liegen. Ich hoffe, dass sich meine Befürchtung, dass ich das Schaltwerk schon durch Kraftmeierei beim Verschalten etwas lediert habe, sich nicht bestätigen werden. Wenn ich morgen wieder Lust auf ölige Finger habe, werde ich es mir ansehen.

Den Sitz habe ich auf maximale Höhe eingestellt, so fühle ich mich im Strassenverkehr am wohlsten, außerdem tu ich Winzling mir leichter über den Windabweiser zu schauen.

Heute habe ich die Zigarettenanzünderbuchse eingebaut. Daran kann ich Navi (Garmin Oregon 450), Smartphone (Sony Ericsson Xperia Active) und Kamera (Contour ROAM2) betreiben bzw laden. Noch habe ich keinen Dynamo, aber der 13,2V 6,6Ah LiFePo4-Akku funktioniert wunderbar.

zigarettenanzuender

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km 586: Erste Eindrücke mit dem neuen Quest

Es fällt mir schwer mit einem Puls unter 130 zu fahren – beim Alleweder fuhr ich generell immer mit einem 110er – das Quest will einfach rennen. Man merkt einfach wie der leichte Antritt in Vortrieb umgesetzt wird. Beim Alleweder ging das meiste irgendwie vor Ankunft auf Straße in Kette, Lager, Umlenkrollen usw verloren… entsprechend litt die Motivation „reinzutreten“. Somit fahre ich meist um die 35 mit dem Quest – der Gesamtschnitt auf meinem Arbeitsweg hat sich von 22kmh auf 29kmh verbessert. Gefühlt fährt das Quest also 10kmh schneller als das Alleweder 3. Somit habe ich mein Ziel „In unter einer Stunde zur Arbeit“ mit Gesamtfahrtzeiten um die 50 Minuten für die ca 22km erreicht, nachts nach Hause nochmal schneller, wegen geringeren Stadtverkehr.

Letzten Sonntag passiert: Wollte nur kurz eine Freundin im ca 6km entfernten Gröbenzell besuchen, auf dem Rückweg verspürte ich noch Lust auf ein Eis. Doch 12km für einen Tag war einfach zu wenig, also einen kurzen Umweg über eine Eisdiele in Dachau gefahren. Tageszähler war dann auf 45 mit einem 30er Schnitt. Das rockt.

Es gibt auch ein paar Probleme:

  • Ritzel 3 funktioniert auf keinem Kettenblatt, Kette rutscht durch, ich schalte fürs erste einfach „drüber“, muss ich mal in Ruhe evtl zusammen mit jemanden nachforschen.
  • Der vordere rechte Dämpfer „klackert“, es fühlt sich an als würde die Kolbenstange sich im Dämpfer auch seitlich etwas bewegen können – überprüfe ich am Wochenende.
  • Der Mikroschalterhebel vom Bremslicht hat noch nicht seine optimale Biegung gefunden, evtl werde ich diese Stelle anders lösen.

Ansonsten läuft es wunderbar! Ein wirklich ausgereiftes Velomobil!

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Quest 674

Mittwoch (19.6.) Nacht ging es mit dem CNL nach Amsterdam, von dort weiter mit einem Regional Express nach Dronten. Die 2km vom Bahnhof lief ich zu velomobiel.nl – mit Flipflops, beladen mit Schlafsack, Isomatte, Zelt, Wechselklamotten, Werkzeug… alles als Einzelstücke bzw in kleinen VM-gerechten Taschen, dieses Bündel notdürftig zusammengebunden mit einem Spanngurt… oh boy, das war anstrengend und habe sicherlich das Bild eines Landstreichers abgegeben.

Bei velomobiel.nl wurden noch die letzten Anpassungen vorgenommen und nach einem Gewitter war dann auch alles gepackt und um 18 Uhr ging die Fahrt los Richtung Leer zur Liegerad-Weltmeisterschaft.

Nach den ersten problemlosen 100km um ca 22.30 Uhr bog ich dann in ein Wäldchen ab und baute das Zelt auf.

Früh am nächsten Morgen ging es dann weiter und bereits gegen 9 Uhr kam ich in Leer an.

Es war eine sehr schöne Zeit in Leer. Und Sonntag Abend ging es im Wohnmobil (Quest im Hänger) wieder Richtung München.

Nun sind die ersten 400km draufgefahren: Fazit: Works out of the box, rennt wie Sau :-)

 

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Abholtermin steht

Nach einer langen Bibberpartie steht nun der Termin – mein Wunschtermin!

Mittwoch, 19.6.2013 werde ich mich in den City-Night-Line legen und nach Amsterdam fahren! Von dort dann weiter nach Dronten zu velomobiel.nl.

Von dort geht es dann direkt nach Leer zur Liegeradweltmeisterschaft.

Jippie!

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Blog – oder auch: Wie konnte es soweit mit mir kommen?

Dies ist ein Blog über das Velomobil Quest.
Leider habe ich es noch gar nicht. Aber es ist bereits bestellt – seit 11. Februar 2013. Ich hoffe, es wird bis ca Mitte Juni (2013!) fertig, dann kann ich es gleich nach Leer zur Liegerad-WM fahren und von dort bequem im Wohnmobil bzw dessen Anhänger nach München mitnehmen.
Die Optionen sind:
– Quest Carbon weiß
– rote Reflektorstreifen an der Seite
– Doppelscheinwerfer
– keine Blinker (baue ich selber)
– Hupe
– Klingel
– Bordelektrik für 13 bis 14,4V (4s LiFePo) mit TRX und tiefliegendem Akku
– Schaltzentrale abnehmbar für Eigeneinbauten
– kein Getränkehalter
– 155mm Kurbeln
– SPD-Pedale
– 30/42/53 vorne, 11-36 hinten
– 90mm Bremsen (abgedreht zur besseren Kühlung und weniger Gewicht)
– Duranos vorne, Marathon hinten
– Normale/Mittlere Federn
– Risse Astro 5 Dämpfer hinten
– Sitz gelocht für bessere Belüftung des Rückens
– Wims Minivisier
– 2 Spiegel
– weiße Spiegelkappen (Nur mitgeliefert, zum Selbermontieren)
– Nackenstützenpolster

Bereits vorhanden sind:
– Versatile Dach
– Akku LiFePo4 13,2V 6,6AH
– Ladegerät für Akku
– Garmin Oregon 450

Bestellt sind:
– Sony Xperia Go
– Garmin Herzfrequenzgurt

Wie konnte es soweit mit mir kommen?
Seit 2005 wohne ich wieder auf dem Land, naja eher Umland, also ca 20km zum Büro in der Stadt. Anfangs bin ich mit dem (normalen) Rad zur Sbahn, mit der Sbahn in die Stadt, dort dann mit Bus oder Ubahn zum Büro. Nachdem das Fahrrad allerdings mehrmals am Bahnhof beschädigt wurde, brauchte ich ein neues Konzept:
Ein Klapprad – ein Dahon Roo D7 wurde es. Also mit Klapprad zur Sbahn, dann sammt Klapprad ins Büro. Mit dem Dahon fuhr ich bei schönem Wetter abends auch mal die komplette Strecke heim, dank 7-Gang-Nabe war es auch reichlich flott. Beste Zeit war ca 1:10 für die ca 22km.
2011 wurde die Sbahn immer unzuverlässiger: Bauarbeiten, Signalstörungen, Personen im Gleis… und bereits im Mai 2012 war das Dahon dank wenig Pflege und Ganzjahreseinsatz nun auch ersetzungsbedürftig. Ich war schon fast dabei mich nach Stinkemobilen (auch „Auto“ genannt) umzusehen – ein Bruch meiner Ideale.
Also googelte ich in einer langen Nacht nach „Elektromobile“ und „Allwetterfahrrad“ und dergleichen… und fand ein Video in dem ich ein Quest sah.
Ich war sofort begeistert. Das velomobilforum.de war auch schnell entdeckt und kurze Zeit später saß ich das erste Mal auf (bzw in) einem Liegefahrrad, genauer in einem Velomobil, dem 3×20″-Quest von AndreasR, zur Probefahrt. Auf Anhieb hat es mir gefallen. Doch mehr als 4000 EUR waren einfach nicht drin. Vor allem wusste ich nicht, ob ich mir das täglich vorstellen konnte und wie es im Stadtverkehr ist usw…
Dann fuhr ich das zum Verkauf ausgeschriebene Alleweder 3 von Schnapsmax zur Probe, gefiel mir gut, da sehr wendig. Und kurze Zeit später gab es ein gutes Angebot bei velomobiel.nl für ein altes Alleweder 3. Und so fuhr ich seit 17.6.2012 ein Alleweder 3. Es ist wirklich robust, nahezu unzerstörbar. Im Alltag beim Pendeln fand ich nach und nach eine bessere Route, machte meine Erfahrungen und auch die erste große Reise zum Bodenseetreffen hat mir sehr gut gefallen und so war schnell klar: Ich hatte mein neues bevorzugtes Fortbewegungsmittel entdeckt, ein neues teures Hobby inklusive.
Von Anfang an und immer noch verliebt in die Form des Quests, und mit den zusätzlichen Argumenten der jahrelangen und Millionen-km Erfahrung und Entwicklung, die in dem Fahrzeug stecken, sowie dem reichlich vorhandenem Stauraum, es war klar: nun musste ein Quest her. Und so ist es bestellt seit 11.Februar 2013. Und ich kann es nicht erwarten… Täglich prüfe ich die „Orderlist“ von velomobiel.nl… derzeit auf Platz 24.

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