km 16680: Bodensee-Herbst-Velomobiltreffen 2014

Persönlicher Bodensee-Treffen-Bericht
Um ca 16.45 trudelte am Donnerstag, 2.10. vdE bei mir ein – 15 Minuten früher als geplant: „Der Dachauer Verkehr hat doch nicht so gebremst wie ich dachte“ – jaja, durchgebolzt ist er ;);-)
Also noch den Rest gepackt dann war alles Beisammen:
gepaeck
Und los. vdE voraus, da er Navi und ich nix Navi. So ging es dahin über Felder und durch Wälder…


Am Treffpunkt kamen noch hanniball und Triatobil, zum letzteren fuhren wir dann im Konvoi durch die grünsten Wege von Augsburg:

Am Abend gabs dann richtig gut Nudelessen zur Vorstärkung.

Am nächsten Morgen, also Freitag 3.10. fuhren wir zu viert los zum Treffpunkt in Langerringen.

Dort trafen wir nun auf ThomasT, thomas c und Nobbi – somit war die Truppe mit 7 VMs komplett. Zunächst wurde gemütlich gefrühstückt, zwar mit erheblichen „Kaffee-Spill“, aber es kam genug bei bzw in den Fahrern an.
ThomasT fuhr ab Memmingen eine andere Strecke – einmal trafen wir ihn nochmal, er war schneller um/durch Memmingen :D
Mittagspause machten wir nun zu sechst in Leutkirch in einem Stammlokal von Triatobil.

Gute Pizzen und Nudelgerichte gaben Power für die nun folgenden wunderschönen Hinterlandstraßen, Triatobil leitete uns durch die malerische Gegend mit seinem Brain-Navi.

Dann irgendwann wurde der Geschwindigkeitsunterschied zwischen Evos, Milane und Alleweder zu stark und so fuhren Nobbi und ich anhand dessen Navi eigenständig weiter – wir fanden sogar die Leiblachtal-Strecke hinab nach Lindau.
In Bregenz kamen wir somit kurz nach 17 Uhr an – wie geplant. :)

Am Samstag wollte ich eigentlich die Multikulti-Kultur-Tour fahren (Museum, Kirche, Friedhof). K0nsch wollte die 70km-Tour mit einem Up mitfahren, da bot Jessi ihm den orangenen Carbon-SL an. Jedoch waren dort die „falschen“ Pedale verbaut und die 70km-Tour wollte los. Da K0nsch ungefähr meine Abmessungen hat, bot ich ihm mein Quest zur „Probefahrt“ an, er nahm dankend an und kam bis auf ein paar Kleinigkeiten auch auf Anhieb gut zurecht. „Tja“, nun stand ich da ohne Velomobil. Ich fragte ob ich den Milan testen dürfte. :whistle: Nun wurden die „richtigen“ Pedale eingebaut, ein Lichtakku geladen und angeschlossen und los gings auf eigene Faust, nun ganz ohne Tour. Ich fühlte mich auf Anhieb wohl und sicher im SL, trotz Panzerlenkung-un-erfahrung. Und trotz 80iger Kettenblatt und erst ab 2ten Gang fahrbare Schaltung ging die Kiste einfach nur ab.
Unbedingt wollte ich nochmal den Rhein entlang wie letztes Jahr. Also fuhr ich erstmal ins Stadtzentrum zur Touristen-Info in Dornbirn, dort gab es einen Stadtplan. Dann fuhr ich nach Gefühl und geschätzter Sonnenstellung Richtung Rhein und kurze Zeit später war ich in der Schweiz auf dem Rheinradweg.
So flog ich dahin… dann noch etwas über die Dörfer in die Schweiz. Dann mal wieder umdrehen, grob Richtung Norden. Es ist wirklich ein unbeschreibliches Gefühl in einem der schnellsten Velomobile, ohne Navi, ohne Karte und ohne Zeitdruck in einer fremden, aber schönen Gegend unterwegs zu sein. Dabei dann auch endlich mal einen Rennradler gefunden – ihn ordentlich stehen gelassen. Auch das vorwegfahrende Motorrad habe ich an der nächsten Kurve fast wieder eingeholt ;) Leider hatte sich die Kamera immer selbst abgeschaltet, sobald ich etwas auf Geschwindigkeit kam :( Mangels Navi, Smartphone und Tacho habe ich keine Ahnung, wie schnell ich war :D

Mit etwas Befragung von Einheimischen und Erinnerungen vom letzten Treffen fand ich dann auch ohne Probleme das Glashaus nach einer kurzen Erfrischung im Bodensee am einsamen FKK-Strand:cautious:.
Am Glashaus waren wirklich viele Velomobile, tolle Gespräche, interessante Einblicke in Rekordversuche und Mensch-Kraft-Flugzeug-Entwicklung – ein rundum gelungenes Treffen!(y)

Sonntag war Treffen in Kressbronn, wo ich mich ganz bequem mit Auto hin- und zurückfahren lies. Danke an Sunny Werner für eine kurze Runde im DF.
Sonntag Nacht fuhr ich noch im Quest von Dornbirn einen kurzen Ausflug an die Bodensee-Pipeline.

Am Montag hatte ich nun mit Patrick einen Termin bei velomobilize.at – das Quest bedurfte etwas Überholung nach über 16000km mit spärlicher Wartung. Gemütlich arbeiteten wir (bzw Patrick) das Programm ab, Bremsenwechsel, erstmaliger Reifenwechsel (nach rundum Greenguard nun Durano Plus vorne, Conti Winter hinten), Lenkung einstellen, am Abend wurden noch ein paar „Kratzer“ nachlaminiert. Ganz großes Dankeschön an Patrick für die professionelle Arbeit und vielen Tipps, hat wirklich Spaß gemacht.
Am Montag Abend dann noch schön und sehr gut Essen gegangen, anschließend noch eine schöne Vollmondscheintour um Dornbirn mit risel, schön wars!(y)

Am Morgen dann den mittlerweile geliebten Carbon-SL wieder gegen das Quest eingetauscht, Sachen gepackt und los… öööh, ist das Quest hinten aber weich! Platten. Naja, evtl Ventil nicht richtig zugeschraubt? Also erstmal mit nachpumpen probieren. Hält.
Da ich weder in Lindau noch in Wangen eine „passende“ Bäckerei gefunden habe, kurz nach Wangen am Radweg-Mega-Anstieg (wer die Strecke kennt, kennt die Stelle) hinten nachpumpen wollen, beim Pumpen geht aber bereits Luft verloren. Oha. Ventilabriss. Puh, immerhin noch einen 26″-Schlauch dabei. Nun darf nichts schief gehen. Anstieg geschafft – der geht wirklich im Quest nur mit 30-34, schieben macht eigentlich mehr Sinn, vor allem bei ca 8kg Gepäck.
In Leutkirch finde ich nun endlich eine passende Bäckerei zum Frühstücken – um ca 13 Uhr. Und auch ein Fahrradgeschäft für einen passenden Ersatzschlauch finde ich.
Dennoch komme ich nicht wirklich vorwärts. Bergauf immer im leichtesten Gang, entsprechend mit ca 10kmh, Ebene/bergab selten über 40.:sleep: Egal, ich hab Zeit. Außerdem fahre ich komplett ohne Karte, einfach nach Gefühl bzw Sonnenstand, schlage damit auch einige Haken. Um ca 17 Uhr gibts Abendessen in Mindelheim. Als es schließlich finster wird kaufe ich mir in Türkheim an der Tankstelle eine Karte. Jemand bietet mir eindringlich und sehr freundlich an, dass ich bei ihm übernachten könne, als er hört wie weit ich gefahren bin und wie weit ich noch möchte.:cool: Um ca 22 Uhr finde ich im tiefsten Hinterland noch einen offenen Biergarten in Hausen, noch einen letzten Kaffee. Ziel „Vor 0 Uhr daheim sein“. Sind noch ca 30km. Die gehen nun aber hauptsächlich bergab und so bin ich kurz vor 23 Uhr daheim.:)
Fazit: Supercool. Das Quest hat 580km „gewonnen“ von Abfahrt bis Ankunft, mit einem Schnitt in Fahrt von 23,5kmh. Und ja, ich habe einen neuen Favoriten: Milan SL. Hm, nun muss ich noch mehr Überstunden machen

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Eine Antwort auf km 16680: Bodensee-Herbst-Velomobiltreffen 2014

  1. Schöner Bericht. Wie hat Dir denn das Df im Vergleich zum SL gefallen?

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